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Autor: Christian Karl | 27.01.2016 um 10:31 Uhr | 1 Kommentar

Das Bundeskabinett hat am 13.01.2016 den Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe beschlossen.



Zukünftig (ab 2018) soll eine zusammengehörende Ausbildung zur "Pflegefachfrau" oder zum "Pflegefachmann" übergreifende Qualifikationen vermitteln. Ziel ist es, Menschen aller Altersgruppen gut pflegen zu können: in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ambulant.

Auszubildende in Pflegeberufen werden sich dann am Anfang ihrer Ausbildung nicht mehr entscheiden müssen, ob sie in die Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege gehen.

Eine zentrale Änderung ist zudem, dass die Ausbildung für die Auszubildenden kostenlos sein wird. Die Finanzierung der Ausbildung wird bundeseinheitlich geregelt. Dies ist eine große Besserung, derzeitig fallen für Auszubildende an etlichen Pflegschulen Gebühren an. Zudem erhalten alle Auszubildende künftig eine angemessene Ausbildungsvergütung, wie es in vielen anderen Ausbildungsberufen bereits üblich ist.

Die neue Pflegeausbildung ist eine dreijährige Fachkraftausbildung mit Unterricht an Pflegeschulen sowie praktischer Ausbildung. Bei der praktischen Ausbildung können die Auszubildenden einen Schwerpunkt wie beispielsweise Altenpflege wählen, der auch auf dem Abschlusszeugnis als "Vertiefungseinsatz" ausgewiesen wird. Die Ausbildung ist auch in Teilzeit möglich und dauert dann maximal fünf Jahre.

Wer die neue Ausbildung machen möchte, braucht einen Mittleren Schulabschluss oder eine zehnjährige allgemeine Schulbildung. Möglich ist die Ausbildung auch für diejenigen, die einen Hauptschulabschluss haben, wenn sie über weitere Qualifikationen verfügen. Das kann beispielsweise eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijähriger Ausbildung oder eine einjährige Ausbildung in der Pflegeassistenz sein.

Zudem schafft der Gesetzentwurf die Voraussetzungen für ein berufsqualifizierendes Pflegestudium, das unmittelbar eine Berufstätigkeit in der Pflege ermöglicht. Die Einführung eines solchen Studiums unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Pflegeberufe.

Der erste Ausbildungsgang kann laut der Bundesregierung voraussichtlich am 01.01.2018 starten. Denn nach der Verabschiedung des Pflegeberufsreformgesetzes brauchen Pflegeschulen und Ausbildungsbetriebe hinreichend Zeit, um sich auf die neue Ausbildung einzustellen. Auch müssen Musterrahmenausbildungs- und -lehrpläne erarbeitet werden.

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung finden Sie im Internetangebot des Bundesministeriums für Gesundheit: (PDF) 

Quelle: Bundesregierung; Pressemitteilung vom 13.01.2016
 Tags: Reform der Pflegeberufe, Ausbildung in der Pflege, Studium in der Pflege

Kommentare

Simone25.02.2016 um 14:54 Uhr
Pressemitteilung zur Pressekonferenz des Pflegebeauftragten der Bundesregierung am 25.2.1016 Kein Hauptstadt-Flughafen für die Pflege Wiehl - Die große Koalition will die Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in einen Topf werfen und einen einzigen Pflegeberuf schaffen. Das würde das Aus für den Altenpflegeberuf, die Altenpflegeschulen und ihre Kooperationen mit Heimen und ambulanten Diensten in ihrer heutigen bewährten Form bedeuten. Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege e.V. (DBVA) hält dies vor den jetzt anstehenden Herausforderungen für falsch und spricht sich zusammen mit vielen anderen gegen die generalistische Ausbildung aus. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stehen alle Industrienationen vor der Frage, wie die stetig wachsende Zahl älterer Menschen, insbesondere dementiell erkrankter Menschen, jetzt und in Zukunft versorgt werden kann. Deutschland hat mit dem Altenpflegeberuf und seiner Ausbildung schon vor Jahren einen Beruf geschaffen, der inzwischen weltweit von Fachleuten als vorbildlich angesehen wird. Die Altenpflegekräfte lernen in ihrer Ausbildung nicht nur die selbständige und eigenverantwortliche Pflege und Rehabilitation - ohne dass ein Arzt dabei sein muss - sondern alles, was zur Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich ist - bis hin zur Sterbebegleitung“, so Ursula Kriesten vom Bundesvorstand des DBVA. “Der Altenpflegeberuf mit seinen einzigartigen Qualifizierungen wird heute mehr denn je gebraucht. Er muss erhalten und weiterentwickelt werden.“ Die Zusammenlegung der Pflegeberufe wird aus Sicht des DBVA viel teurer als im Gesetzentwurf berechnet. Ein von der Regierung in Auftrag gegebenes Gutachten weist zusätzlich Mehrkosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro aus. „Die Mehrkosten werden wahrscheinlich viel höher sein, denn viele Kosten und Auswirkungen auf die Versorgung werden im Gutachten nicht korrekt oder gar nicht berechnet. Leider entbehrt das Gutachten jeglicher methodischer Aufbereitung von Kenntnissen und Daten auf Basis struktureller, curricularer und didaktischer Rahmengebung der Altenpflege, der Sozialhilfeträger und der Ausbildungsstätten der Altenpflege“, so Ursula Kriesten weiter. „ Es besteht ernsthaft die Gefahr, dass die Einführung des generalistischen Pflegeberufes die Pflege in eine unkalkulierbare Dauerbaustelle ähnlich dem Hauptstadt-Flughafen verwandelt.“ Hintergrund zum DBVA: Im Unterschied zur Krankenpflege - die kranken Menschen jeden Alters, meist somatisch orientiert, kurzzeitig bei der Gesundung hilft - unterstützt die Altenpflege längerfristig und mit ganzheitlichen Ansätzen alte Menschen, in Würde und Selbstbestimmung ihr Alter zu leben. Ende der fünfziger Jahre wurden die ersten AltenpflegerInnen in Deutschland ausgebildet. Seither dient diese Ausbildung vielen anderen Ländern als Vorbild. Am 01.12.1974 gründeten staatlich anerkannte AltenpflegerInnen den Deutschen Berufsverband für Altenpflege (DBVA) e. V. Der DBVA e.V. setzt sich als einziger Verband ausschließlich für die Belange der in der Altenpflege Tätigen ein.

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