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Hallo, wir wollen gemeinsam den passenden Kurs für Sie finden! Dazu muss ich nur ein paar Sachen von Ihnen wissen ...
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Autor: Christian Karl | 27.10.2016 um 16:42 Uhr | 0 Kommentare

Steuerliche Absetzbarkeit von Fortbildungskosten

Wie die steuerliche Absetzbarkeit von Fortbildungskosten funktioniert
Kosten für eine Fortbildung können Sie entweder als Werbungskosten, Sonderausgaben oder
Betriebsausgaben steuerlich absetzen. Handelt es sich um eine berufliche Erstausbildung, sind die
steuerlich absetzbaren Ausgaben mit 6.000,- Euro begrenzt. In allen anderen Fällen können Sie
Aufwendungen für Ihre Fortbildung in unbegrenzter Höhe als Werbungskosten abziehen. Wichtig ist
jedoch, dass die Fortbildung mit ihrer beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang steht.

Welche Fortbildungskosten Sie grundsätzlich absetzen können
In Sachen steuerliche Absetzbarkeit von Fortbildungskosten können Sie grundsätzlich alle Kosten
von Ihren Einnahmen abziehen, die durch Ihre Fortbildung entstehen. Dazu zählen Gebühren für die
Teilnahme an Kursen, Seminaren und Lehrgängen, Schulgeld, Honorare sowie Zulassungs- und
Prüfungsgebühren. Des weiteren können Sie Ausgaben für Lernmittel steuerlich geltend machen. Als
Lernmittel werden alle Gegenstände verstanden, die Sie für die erfolgreiche Absolvierung Ihrer
Fortbildung benötigen. Dazu zählen in erster Linie Fachliteratur, Schreibwaren, Diktiergeräte
sowie Eintritte zu Messen, Tagungen und Ausstellungen, wenn diese für Ihre berufliche Fortbildung
notwendig sind. Des weiteren dürfen Sie Lernmittel, die Sie für zuhause benötigen, steuerlich
geltend machen, wie beispielsweise die Einrichtung eines Arbeitszimmers. Somit können Sie auch den
Computer, die Aktentasche, einen Schreibtisch, Bücherregale sowie eine Tischlampe von der Steuer
absetzen. Benötigen Sie für Ihre Fortbildung eine Berufskleidung, können Sie die Ausgaben für
die Anschaffung dieser ebenfalls steuerlich erfassen. Die Nutzung dieser Gegenstände ist jedoch nur
im Rahmen der Fortbildung erlaubt. Rein theoretisch dürfen Sie diese Lernmittel in einem privaten
Kontext nicht verwenden.

Reisekosten zum Fortbildungsort absetzen
Benötigen Sie einen PKW, um zum Fortbildungsort zu gelangen, können Sie die tatsächlichen
PKW-Kosten steuerlich geltend machen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, die Reisekostenpauschale
von 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer steuerlich abzusetzen. Um die Fahrtkosten zu dokumentieren,
legen Sie bei Ihrer Steuererklärung auf der Seite für Fortbildungskosten einen eigenen Punkt an,
der die gefahrenen Kilometer und den jeweiligen Tag bechreibt. Sind Sie an einem Fortbildungstag
beispielsweise 70 Kilometer gefahren, fügen Sie im abzusetzenden Reisekostenbetrag einfach Ihre
eigene Berechnung ein. In diesem Fall wären das, wenn Sie 70 Kilometer mit 0,30 Euro
multiplizieren, 21,- Euro abzugsfähige Fahrtkosten.

In Ihrer Buchhaltung können Sie außerdem sämtliche Reisenebenkosten, wie Parkgebühren, Kosten für die Gepäckaufbewahrung sowie für einen Autounfall, falls dieser im Zusammenhang mit Ihrer Ausbildung passiert ist, absetzen. Fallen aufIhrer Reise zum Fortbildungsort auch Verpflegungs- und Übernachtungskosten an, dann können Sie
auch diese steuerlich absetzen. Sind Sie zumindest acht Stunden aufgrund Ihrer Fortbildungsmaßnahme
unterwegs, dürfen Sie sechs Euro geltend machen. Bei mindestens 14 Stunden gilt eine
Verpflegungspauschale von 12,- Euro. Dauert Ihr Seminar, zu dem Sie extra anreisen müssen,
inklusive Wegzeit zumindest 24 Stunden, können Sie 24,- Euro von der Steuer absetzen. Diese
pauschalierten Sätze gelten für Reisen innerhalb Deutschlands. Für Auslandsreisen gelten andere
Sätze. Müssen Sie vor Ort übernachten, dann lassen Sie sich die dafür entstandenen Kosten
mittels Hotelrechnung belegen, damit Sie diese Kosten ebenfalls in Ihre Steuererklärung aufnehmen
können.

Persönlichkeitsbildung als berufliche Kompetenzen nutzen
Persönlichkeitsbildende Kursen werden vom Finanzamt als Werbungskosten häufig nicht anerkannt.
Denn dabei handelt es sich nicht um spezielle berufliche Kenntnisse, sondern um Fertigkeiten, die
der Bildung von persönlichen Kompetenzen dienlich ist. Diese Kurse und Seminare werden aber unter
bestimmten Bedingungen vom Finanzamt als Fortbilungsmaßnahme akzeptiert. Beispielsweise, wenn der
Kurs auf ein spezifisches Bedürfnis des ausgeübten Berufes ausgerichtet ist. Genauer gesagt: wenn
es sich um ein Konfliktmanagementseminar für Führungskräfte handelt, oder um einen anderen
persönlichkeitsbildenden Kurs, der sich an eine homogene Gruppe richtet, die gleichgerichtete
fachliche Interessen haben, dann können Sie die Ausgaben dafür von der Steuer absetzen. Die
Teilnehmer müssen dabei nicht von derselben Berufsgruppe stammen.
 Tags: Fortbildungskosten absetzen

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